Jahresrückblick 2020

Neben den Corona-Hilfsaktionen haben Keshab und Rajendra im vergangenen Jahr die kurze Lockdown-Pause im Sommer genutzt, um noch einmal in die Chepang-Berge zu reisen, wo wir 2019 das Wasserprojekt abgeschlossen hatten. Die Dörfer wachsen, seitdem es erleichterten Zugang zu Wasser gibt. Um die Nachhaltigkeit des Wasserprojektes zu fördern, soll ein zu starkes Wachstum der Bevölkerungszahlen und damit ein Überstrapazieren der Ressourcen Wasser und Land verhindert werden. Keshab, Rajendra sowie Rajendra’s Tochter Rejina haben daher Workshops zu Familienplanung und nachhaltiger Landnutzung durchgeführt. Ein großes Problem stellt die Abholzung zur Gewinnung von Feuerholz dar, was in der Monsunzeit zu Erdrutschen führt. Den Menschen wurde daher gezeigt, wie sie Lehmöfen bauen können, die dabei helfen, Feuerholz einzusparen. Außerdem wurden zur Aufforstung der Dörfer kleine Obstbäume verteilt. Wir sind sehr gespannt, wie sich dieses Projekt in den kommenden Jahren auf die Entwicklung der Dörfer auswirkt.

Wir haben neue wunderbare Flyer!

Franzi und Rike haben diese ehrenamtlich für uns gestaltet und dafür möchten wir Ihnen ganz herzlich danken! Danke auch an Rike’s Oma, die die Druckkosten gesponsert hat.

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Ein Dank an unsere Corona-Nothilfe-Spender!

Trotz niedriger Infektionszahlen begann im März in Nepal ein Corona-Lockdown, sodass es für die vielen Tagelöhner wochenlang keine Arbeit gab und diese ihre Familien nicht mehr ausreichend versorgen konnten. Wir starteten daher einen Spendenaufruf und haben dank zahlreicher und großzügiger Spenden knapp 5000€ zusammenbekommen. Rajendra und Keshab von unserer nepalesischen Partnerorganisation konnten so an 250 Familien in Chitwan Lebensmittelpakete (bestehend aus 30 kg Reis, 10 kg Kartoffeln, 10 kg Linsen, Öl und Salz) überreichen, die sie für ca. einen Monat versorgten.

Ende Mai begannen die Infektionszahlen stark zu steigen, sodass der Lockdown bis Ende Juli aufrechterhalten wurde. Nun ist die zweite Welle in vollem Gange, sodass auch unsere Partner vor Ort, die größtenteils vom Tourismus leben, langsam an ihre finanziellen Grenzen kommen. Wir hoffen jedoch, dass wir einigen betroffenen Familien in Chitwan etwas Zeit verschaffen konnten, um sich auf die neue Situation einzustellen und einer Hungersnot zu entkommen. Wir danken all unseren Spendern und wünschen den Menschen in Nepal und im Rest der Welt, dass die Pandemie bald überstanden ist.

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Corona-Nothilfe

Viele Menschen in Nepal konnten schon vor der Corona-Krise als Tagelöhner und Selbstversorger nur gerade so überleben. Ausgangsverbote zur Eindämmung der Virusausbreitung führen nun dazu, dass diese Menschen keinerlei Einkünfte haben, um ihre Familien zu ernähren. Es droht ihnen eine Hungersnot. Uns erreichte daher in den letzten Tagen ein Hilferuf aus Chitwan von unserer Partnerorganisation CWON.


Maßnahmen: Unsere lokalen Partner Keshab und Rajendra kaufen vor Ort Lebensmittel und verteilen sie an bedürftige Familien. Vor allem Familien in den abgelegenen Chepang-Bergen und dem Dschungelort Madi in Chitwan werden damit erreicht. Ein Lebensmittelpaket kostet circa 20 Euro (2.550 nepalesische Rupien) und beinhaltet: 30 kg Reis, 10 kg Kartoffeln, 10 kg Linsen, 2 Liter Öl und 2kg Salz. Ein solches Lebensmittelpaket reicht für eine durchschnittliche Familie mit 6 Personen für circa einen Monat. Bisher konnten 250 Familien mit Lebensmittelpaketen versorgt werden. Nun sind alle finanziellen Ressourcen ausgeschöpft, doch der Bedarf ist weiterhin sehr hoch.

Mit einer Spende in Höhe von 20€ können Sie eine Familie für einen Monat mit Lebensmitteln versorgen! Wenn Sie spenden möchten, dann überweisen Sie bitte auf unser Vereinskonto:

Initiative Nepal e.V.
IBAN: DE52 4306 0967 1217 3881 00
GLS Bank
Verwendunsgzweck: Corona-Nothilfe
(für Spendenquittung zusätzlich Ihre Adresse)

Vielen Dank. Namaste. Bleiben Sie gesund!

 

 

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Bildervortrag mit Rike in Bautzen

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Erfolgreiches Wasserprojekt & geselliger Nepalabend

Im März wurde unser Wasserprojekt in den Chepang-Bergen im nördlichen Chitwan erfolgreich abgeschlossen. Die drei Dörfer Kolvanjyan, Dinglang and Bangyam werden nun mit frischem Quellwasser versorgt.

Der Gesundheitszustand der insgesamt 1500 Einwohner wird sich dadurch in den nächsten Monaten hoffentlich verbessern. Um dies zu unterstützen führten Rajendra und Keshab gemeinsam mit einem Arzt und einem Agrarwissenschaftler Workshops zu Hygiene, Krankheitsprävention, organischem Landbau und nachhaltiger Viehzucht durch. Wichtiges Thema war auch die Familienplanung, um einem verstärkten Bevölkerungswachstum entgegenzuwirken.

Diese wunderbaren Fotos hat unser Vereinsmitglied Friederike gemacht und wir danken Ihr für Ihren mutigen Einsatz in den Chepang-Bergen.

Die Kosten für das Wasserprojekt beliefen sich auf insgesamt 35.500€, wobei 25% über Spendengelder und 75% vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wurden. Dazu haben wir 2017 einen detaillierten Projektantrag gestellt. Die Erarbeitung des Antrags sowie auch des nun folgenden Abschluss- und Finanzberichts führen wir ehrenamtlich durch. Im Antrag war eine Projektbetreuungsreise in Höhe von 800€ (Flugticket) enthalten, die Friederike im März 2019 stellvertretend für den Verein angetreten hat. Außerdem zahlte das BMZ eine Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 800€. Einhundert Euro wurden für Auslandsüberweisungs-Gebühren verwendet und von den verbleibenden 700€ haben wir den lokalen Projektleiter Rajendra nach Deutschland eingeladen. Das Ticket für seine Frau Gayatri wurde von Freunden aus Holland, die ebenfalls mit Rajendra und seinem Verein zusammenarbeiten, spendiert. Gemeinsam haben wir am Abschlussbericht gearbeitet und als krönenden Abschluss den Nepalabend in Lindena veranstaltet.

Die Lebensmittel für das nepalesische Buffet haben wir privat bezahlt (130€) und es hat sich gelohnt: Spenden in Höhe von 1050€ sind zusammengekommen. Wir danken allen Besuchern und Spendern des Nepalabends ganz herzlich! Ein großer Dank auch an die Pension Geier für die Bereitstellung des Veranstaltungsraumes und der Küche sowie für den hervorragenden Getränke-Service. Tausend Dank an Friederike für Ihre tolle Bilder-Präsentation, an Gayatri, Rajendra, Wieb, Piet, Krisha und Thomas fürs Kochen und Dekorieren. Und schließlich danken wir Jürgen Weser für den netten Zeitungsartikel.

Lausitzer Rundschau, 25.04.2019

 

 

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Nepalabend mit Fotoausstellung in Lindena

Unser neues Vereinsmitglied Rike ist gerade in Nepal und besucht unser aktuelles Wasserprojekt in den Chepang-Bergen Chitwans. Sie ist Fotografin und macht viele eindrucksvolle Bilder, die sie Euch am Nepalabend in Lindena zeigen wird. Nebenher servieren wir Euch ein traditionelles Dal Bhat. Seid gespannt und bringt Hunger mit! Wir freuen uns auf Euch in der Pension Geier, Fischwasserstraße 8 in Lindena.

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Neues Wasserprojekt voll im Gange

Rajendra, der Koordinator unseres derzeitigen Wasserprojektes, war in den letzten Wochen viel in den Bergen der Chepang unterwegs. Er hat die Baumaterialbeschaffung, den Transport der Materialien in die Dörfer sowie die Errichtung der Wasserleitungen und Speicher organisiert. Die Dorfbewohner haben sich intensiv an den Arbeiten beteiligt und es geht mit schnellen Schritten voran. Hier ein paar Impressionen:

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Jahresrückblick 2017

Ein aufregendes Nepaljahr liegt hinter uns. Nach vielem Hin und Her und langem angespannten Warten wurde unser Antrag auf Fördermittel für das neue Wasserprojekt vom Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit im Dezember bewilligt.

Die Bergdörfer Kolvanjyang, Dinglang und Bangyam, in denen unser Projekt geplant ist, liegen im mittleren Hügelland Nepals, welches den Übergang zwischen der Tiefebene im Süden (Terai) und dem Hochgebirge im Norden (Himalaya) bildet. Die Zielgruppe lebt sehr abgeschieden und ist von der nächsten befahrbaren Straße nur durch einen sechs-stündigen Fußmarsch einschließlich mehrerer Flussüberquerungen erreichbar.

In den Dörfern der Zielgruppe leben insgesamt 1500 Menschen, die zur Bevölkerungsgruppe der Chepang gehören. Sie sind eine benachteiligte ethnische Minderheit, die größtenteils unterhalb der Armutsgrenze lebt. Das Durchschnittseinkommen liegt bei weniger als 500€ im Jahr. Zum Wasserholen an der nächstgelegenen Quelle ist speziell unsere Zielgruppe zwei bis drei Stunden unterwegs. Dieser beschwerliche Zugang zu Wasser führt zu mangelhafter Hygiene und fehlender Möglichkeit der Landbewässerung. In Folge besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko sowie eine geringe Nahrungssicherheit, wodurch die Gesundheit der Menschen beeinträchtigt ist.

Auf ihrem Land bauen die Chepang hauptsächlich Mais und Hirse an. Die Erträge sind jedoch, aufgrund der Erosionsanfälligkeit der Böden während der Monsunzeit und der fehlenden Möglichkeit zur Bewässerung während der Trockenzeit, sehr gering. Daher reichen die selbst angebauten Nahrungsmittel nur für ca. 3 bis 4 Monate im Jahr. Ein Teil der Mitglieder jeder Familie arbeitet als Tagelöhner in den Städten am Fuße des Hügellands. Das verdiente Geld verwenden sie zum Kauf von Lebensmitteln, um ihre geringen landwirtschaftlichen Erträge so gut es geht auszugleichen. Dadurch bleiben kaum Zeit und Geld für Schule und Arztbesuche, welche zudem ebenfalls nur durch lange Fußmärsche möglich wären.

Im Rahmen des Projektes sollen die drei Dörfer Kolvanjyang, Dinglang und Bangyam durch eine robuste Wasserleitung mit einer ergiebigen und sauberen Wasserquelle verbunden werden.

Damit die Bewohner jederzeit direkten Zugang zu diesem Wasser haben, sollen in den Dörfern Speicher errichtet werden, die stets einen Teil des Quellwassers zurückhalten. Um den effektiven Einsatz des Wassers zu gewährleisten, sollen Workshops zur Steigerung des Bewusstseins für Krankheitsprävention durch Hygiene sowie zu nachhaltigem Bewässerungslandbau durchgeführt werden.

Die Durchführung des geplanten Projektes ist aufgrund der Abgeschiedenheit der Dörfer ein sehr arbeitsintensives und kräftezehrendes Vorhaben. Der Transport der schweren kilometerlangen Rohre von der letzten befahrbaren Straße im Flachland bis hin zu den geeigneten Quellen muss über mehrere Stunden zu Fuß erfolgen. Das Eingraben der Rohre wird händisch mit Hacken und Spaten vorgenommen.

Die in den letzten drei Jahren von uns gesammelten Spenden in Höhe von knapp 8.900 € stockt das Ministerium um 26.600 € auf, sodass wir in den nächsten zwei Jahren für folgende Kosten des Wasserprojekts aufkommen können.

Von Oktober 2017 bis Januar 2018 hat Helene aus Halle (Saale) als Freiwillige an unserer Schule in Jutpani gearbeitet.

Wir sowie Rajendra (links) und Keshab (rechts) danken Helene für ihren engagierten Einsatz!

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